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Impressionen

Ansicht der Stadt Wismar von Süden, 1842, Carl Georg Nicolaus Canow, Kolorierte Lithografie

Geschichte

Am 1831 wurde der erste kommunale Friedhof vor den Stadttoren auf dem ehm. Galgenberg errichtet. Maßgeblich war daran der Bürgermeister  Anton Johann Friedrich Haupt beteiligt, der diesen Platz favorisierte, entsprach er doch allen Richtlinien, die ein Friedhof erfüllen musste. Fortschrittlich, wie er war, kaufte er sich die Grabstelle, auf der der Galgen jahrhundertelang gestanden hatte, um den Bürgern die Angst vor diesem Ort zu nehmen. Bei der Gestaltung der Anlage hatte man sich auf deutschen Friedhöfen Anregungen gesucht, u.a. die in Darmstadt und Koblenz. Es wurde ein Gottesackerdepartement gegründet, welches für die Umsetzung und Antragstellung zuständig war. Als am 24. Oktober 1831 der Friedhof eingeweiht wurde, besaß er parkähnlichen Charakter und ist damit der früheste landschaftlich gestaltete Friedhof in Mecklenburg-Vorpommern. Neben geschwungenen Wegen, individuellen Grabfeldern war die Aussicht auf Stadt und Land von überaus wichtiger Bedeutung. Besonderer Anreiz wurde dadurch geschaffen, dass die Bürger sich nach Antragstellung auch eigene Mausoleen und Grabkapellen errichten konnten - mit Blick auf die Stadtsilhouette. In den 1830iger Jahren entstand das Leichenwärterhaus, als die Angst vor dem Scheintod ihren Höhepunkt erreicht hatte. Hier wurden die Verstorbenen in einem Raum aufgebahrt und erst bestattet, wenn der Tod sicher festgestellt werden konnte. Der Leichenwärter wohnte bis Ende des 19. Jahrhunderts mit seiner Familie in dem Gebäude, das heute unter Denkmalschutz steht.Von fünf Mausoleen, die bis 1835 errichtet worden waren, stehen heute noch vier. 1862 wurde auf der anderen Seite der Schweriner Straße der Westfriedhof eingeweiht, bevor man dann hinter dem großen Martens-Mausoleum den Friedhof mehrfach erweiterte bis er die heutige Ausdehnung von 30 Hektar erhielt.
Der backsteinsichtige Trauerhallenkomplex entstand Ende der 1930iger Jahre nach Entwurf des Hamburger Architekten Konstanty Gutschow. Dort ist vor allem das monumentale Rundfenster von Bedeutung, welches den Phönix aus der Asche zeigt. Dieses Glasmalerei wurde nach Entwurf des Hamburger Professors Czeschka hergestellt. Seit 1997 steht das Gebäude unter Denkmalschutz.